Funktionswerkstoff purenit

24.09.2026

Flexibler Allrounder

Der Überlinger Dämmstoffpionier puren konzentriert sich seit mehr als 50 Jahren nicht nur auf die Herstellung von Hochleistungsdämmstoffen, sondern auch auf die Entwicklung und Vermarktung von Funktionswerkstoffen aus Polyurethan-Hartschaum. Im eigens für die PU-Funktionswerkstoffe purenit errichteten und in den vergangenen Jahren stark erweiterten Werk in Obermarchtal entsteht auf den dafür entwickelten und jetzt neu eingeweihten Produktionsanlagen. Mit der Weiterverarbeitung geeigneter PU-Hartschaumreste aus Produktion, Verarbeitung und Baustellenrückläufen schafft puren einen stofflichen Kreislauf für Materialien, die andernfalls häufig energetisch verwertet werden. Die purenit-Produktion am Standort Obermarchtal ist seit Kurzem nach ISCC PLUS zertifiziert (ISCC-PLUS-Cert-DE102-26080187). Die Zertifizierung schafft die Voraussetzungen, ein ISCC-PLUS-zertifiziertes, biozirkuläres Bindemittel über einen massenbilanziellen Ansatz nachvollziehbar in einer für 2027 geplanten purenit-Produktvariante einzusetzen.

purenit verfügt über besondere produktspezifische Eigenschaften. Der in seinen mechanischen Eigenschaften holzähnliche Werkstoff ist mechanisch hoch belastbar, wärmedämmend und gleichzeitig feuchtigkeitsunempfindlich. Mit einer Rohdichte von 550 kg/m³ ist er vergleichsweise leicht, und somit ein idealer Träger für Schichtstoffe. purenit kann sowohl gefräst, gebohrt und gesägt als auch verklebt, beschichtet und lackiert werden. Zudem ist der flexible und in Platten, Leisten oder auf Wunsch auch als Frästeil verfügbare Funktionswerkstoff dämmend, formstabil, thermisch belastbar, verrottungsfest, lösungsmittel- und chemikalienbeständig. Aufgrund dieser Produkteigenschaften kommt die Alternative zu Holzwerkstoffen z. B. im Kühl- und Verkaufsthekenbau ebenso zum Einsatz wie in hoch beanspruchten Arbeitsplatten oder in Möbeln und Trennwänden für Feuchträume. Weitere Einsatzgebiete: der Schiffs- und Fahrzeugbau sowie der klassische Hochbau. purenit kann in fachgerecht geplanten und ausgeführten Attikaanschlüssen oder als Einstandsprofil für Terrassenfenster und -türen durchweg zur Reduzierung von Wärmebrücken genutzt werden. Zudem wurde der wirtschaftliche und wandlungsfähige Funktionswerkstoff so designt, dass er recyclingfähig ist. Sortenrein gesammelte purenit-Materialreste können zu puren zurückgeführt und erneut als Rohstoff in der purenit-Produktion eingesetzt werden.

Auch bei der Einstufung in die Brandverhaltensklasse ähnelt purenit mit Euroklasse E, normalentflammbar, den Holzwerkstoffen. Für Einsatzbereiche mit hohen Anforderungen an den Brandschutz wurde die schwer entflammbare Version purenit C entwickelt. Dieses Plattenmaterial erreichte nach DIN EN 13501 die schwerentflammbare Einstufung C s2 d0. Damit findet der Funktionswerkstoff auch in schwer entflammbaren Fassadenbauteilen Verwendung, zum Beispiel als Verbindungselement zur thermischen Trennung in Pfosten-Riegel-Konstruktionen an Glasfassaden.

Anlässlich der offiziellen Einweihung der neuen Produktionslinie am Standort Obermarchtal hat puren die purenit-Produktion nach dem Standard ISCC PLUS zertifiziert (ISCC-PLUS-Cert-DE102-26080187). Für eine ab 2027 geplante Produktvariante soll ein biozirkuläres Bindemittel eingesetzt werden. „Für unsere Kunden bedeutet dies: der gleiche Werkstoff mit unveränderter technischer Leistungsfähigkeit und die gewohnte Materialqualität – bei einem um bis zu zwei Drittel reduzierten Product Carbon Footprint – in einer Cradle-to-Gate-Betrachtung“, so Dr. Andreas Huther, Geschäftsführer puren.

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Bildquellen Fotos: puren