Erfolgsgeschichte aus Reststoffen

24.09.2026

purenit Werk Obermarchtal

Schon 1970, also bereits zwei Jahre nach der Gründung der puren gmbh, beschäftigte sich der Dämmstoffpionier aus Überlingen mit der Mehrfachnutzung und Weiterverarbeitung von Nebenprodukten wie Abschnitten, PU-Mehl und Reststoffen, die bei der PU‑Hartschaum-Herstellung anfallen. Damit haben die Überlinger PU-Experten mehr als 50 Jahre Erfahrung mit der stofflichen Verwertung von PU‑Sekundärrohstoffen. Im 2006 neu erbauten Werk in Obermarchtal wurde nun eine neue dritte Produktionslinie eingeweiht, auf der aus den sortenreinen PU-Resten der vielseitig einsetzbare Funktionswerkstoff purenit hergestellt wird. Zudem ist die gesamte purenit-Produktion seit wenigen Tagen nach ISCC PLUS zertifiziert (ISCC-PLUS-Cert-DE102-26080187).

Erste Vorläufer der heutigen purenit-Platten wurden noch an einem zweiten Überlinger Standort aus den PU-Materialresten gefertigt. Ab 1978 erfolgte die purenit-Produktion im puren Stammwerk. Großaufträge sorgten für weitere Kapazitätserweiterungen, bis man hier an räumliche Grenzen stieß. Deshalb erfolgte 1993 die Verlagerung der purenit-Fertigung nach Obermarchtal. Hier hatte man sich zunächst in die Räumlichkeiten der Endele Holztechnik in der Riedlinger Straße eingemietet und begann dort mit der Produktion von purenit-Platten. Im Nachgang zu einem Großbrand der Endele Kunststoff GmbH, ebenfalls in Obermarchtal in der Reutlingendorfer Straße, fiel 2006 die Entscheidung zum Neubau eines modernen purenit-Werkes mit zunächst einer Fertigungslinie. Im Zuge dessen wurde die Produktion in der Riedlinger Straße aufgegeben. 2013 und 2026 kamen dann jeweils eine zweite und dritte Produktionslinie hinzu.

Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 50 Mio. Euro konnte mit der dritten Produktionslinie und einem groß angelegten Werksausbau die Kapazität verdreifacht werden. Als eine der technologisch weltweit führenden Produktionsanlagen für PU-Funktionswerkstoffe bietet der Standort Obermarchtal eine hohe Energie- und Rohstoffeffizienz durch einen kontinuierlichen Produktionsprozess. Zudem erfolgt auf der neuen Anlage dank digitaler Prozesssteuerung und durchgehender Qualitätsüberwachung vom Rohstoff bis zum fertigen Produkt der gesamte Fertigungsprozess vollautomatisiert. PV-Anlagen liefern einen erheblichen Anteil des notwendigen Stroms für den Betrieb der Anlage. Nicht zuletzt können auf der neuen Anlage bis zu 90 % der Sekundärrohstoffe für die Herstellung genutzt werden.

Seit wenigen Tagen ist die purenit Produktion am Standort Obermarchtal nach ISCC PLUS durch den TÜV Süd zertifiziert (ISCC-PLUS-Cert-DE102-26080187). Die Zertifizierung schafft die Voraussetzung, ein ISCC-PLUS-zertifiziertes, biozirkuläres Bindemittel über einen massenbilanziellen Ansatz nachvollziehbar in einer für 2027 geplanten purenit-Produktvariante einzusetzen.

Aktuell sind im Werk Obermarchtal 65 Mitarbeitende beschäftigt. Stufenweise werden bis zu weitere 40 Stellen neu besetzt.

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Bildquellen Fotos: puren