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14.12.2022 10:10

Mehr Technologieoffenheit in Sachen Klimaschutz gefordert

Bei einem Informationsgespräch mit den Unternehmen puren und Bomat sprach sich Europapolitiker Norbert Lins in Überlingen für eine weniger auf Batterietechnik und Wärmepumpen konzentrierte Energiepolitik aus; vielmehr geht es darum, auch die sog. „Low-hanging-fruits“ in die Angebotspalette einzubeziehen

Dass sich sowohl in der bundesweiten als auch der europäischen Politik eine zu stark auf Elektro-, Batterie- und Wärmepumpentechnologie konzentrierte Ausrichtung in Sachen Klimaschutz und Energieeinsparung ergeben hat, darum ging es unter anderem beim aktuellen Informationsaustausch des Europapolitikers Norbert Lins bei den Unternehmen puren und Bomat Heiztechnik im Dezember 2022 in Überlingen. Statt dessen wäre deutlich mehr Technologieoffenheit für sogenannte „Low-hanging-fruits“, also wesentlich einfacher, schneller und effizienter erreichbare Möglichkeiten der Energieeinsparung, wünschenswert, so der aus Pfullendorf stammende Norbert Lins, zu dessen Aufgaben als Vorsitzender des Agrarausschusses auch Fragen rund um das Thema Umwelt gehören.

Passende Beispiele für ad hoc verfügbare und bewährte Produkte und Technologien zur Energieeinsparung konnten durch die Gesprächspartner Hans Bommer, Firmengründer und Beirat von puren, Dr. Andreas Huther, puren Geschäftsführer, sowie Gerhard Schneider, Geschäftsführer der Bomat-Heiztechnik, zu genüge genannt werden. Neben den energieeffizienten puren Wärmedämmstoffen für Gebäude interessierten den Agrarpolitiker vor allem Anwendungen aus dem Bereich der Bomat Wärmerückgewinnung etwa bei Biogasanlagen. Kerngeschäft der Bomat Heiztechnik sind die von Rolf Bommer entwickelten, seit vielen Jahren bewährten und hocheffizienten Abgaswärmetauscher für Öl- und Gasheizungen von Wohngebäuden, aber auch für sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW), Biogasanlagen und einer Vielzahl von Industrieabgasen, wie zum Beispiel bei großen Aluminiumschmelzöfen, aber auch Bäckereien, Käsereien, Lackieranlagen oder auch großen Schwimmbädern. Bei gasbefeuerten Wärmeerzeugern kann der Energieverbrauch durch den Einsatz von Bomat Abgaswärmetauschern um bis zu 15% reduziert werden. Bei ölbefeuerten Anlagen kann der Energieverbrauch um bis zu 10% reduziert werden. Dem heißen Abgas wird dabei die Wärme entzogen, und durch Brennwerttechnik wird die Kondensationsenergie des im Abgas enthaltenen Wasserdampfes genutzt. Zudem werden durch diese Energieeinsparung Klimagase wie CO2, aber auch viele andere Schadstoffe eingespart, und das bei minimalen Amortisationszeiten von 3-5 Jahren (je nach Ausführung und Typ).



Hans Bommer führte hierzu ein beeindruckendes Rechenbeispiel an: Würde die Politik die Nutzung der Abwärme forcieren, könnten in Deutschland ca. 58 Milliarden KWh und ca. 18 Milliarden kg CO2 pro Jahr eingespart sowie zusätzlich die Atmosphäre um ca. 46 Milliarden KWh und ca. 15 Milliarden kg CO2 „entwärmt“ werden. Diese Energieeinsparung entspricht der Leistung von sage und schreibe ca. 5 Atomkraftwerken. Von diesen Zahlen sichtlich beeindruckt vereinbarten Norbert Lins und Hans Bommer, diese Berechnungen gemeinsam auf die Länder der Europäischen Union auszudehnen.

Im Rahmen der Diskussion brachte Hans Bommer zudem das Thema der E-Fuels – also CO2-neutrale Kraftstoffe für Fahrzeuge, Kraftmaschinen und Heizungen – zur Sprache, welche jedoch in Deutschland aber auch der EU von vielen Politikern blockiert werden. E-Fuels könnten dazu beitragen, dass vorhandene Ölheizungsanlagen weiterhin betrieben werden könnten und so die Volkswirtschaft nicht mit immens hohen Kosten für die Erneuerung der Heizungsanlagen belastet werden muss.

Leider gebe es, zurückkommend auf den Agrarsektor, aufgrund der aktuell diskutierten Übergewinnsteuer in Sachen Biogas-Technologie eine deutliche Verunsicherung und Zurückhaltung, so Bomat Geschäftsführer Gerhard Schneider, der von einem aktuellen Besuch der internationalen Branchenmesse „Energy Decentral / Euortier“ und den dort geführten Gesprächen mit den Messebesuchern berichtete. Und Norbert Lins ergänzte, dass auf europäischer Ebene noch der Trend zur Bio-Methan-Produktion hinzukommt, welche die Stromproduktion ersetzen soll. Letztendlich spüre man im gesamten Mittelstand eine allgemeine Verunsicherung, welche zu einer Gefahr des Innovationsverlustes führen könnte, so Hans Bommer abschließend. Dies müsse unbedingt vermieden werden. Letztendlich entscheidend, welche Technologie zum Klimaschutz und zur Energieeinsparung führe, sei die dabei vorhandene Effizienz, die Art der Technologie muss aber in jedem Fall offen bleiben.

Diese Wünsche und Forderungen gaben die Überlinger Unternehmer Norbert Lins mit auf seinem Weg nach Straßburg und hoffen auf weiteren, erfolgsversprechenden Kontakt.

Mehr zu den energieeffizienten puren Hochleistungsdämmstoffen findet man hier:

https://www.puren.com/bau/

Mehr zu den effizienten und wirtschaftlichen BOMAT Abgaswärmetauschern findet man hier:

https://www.bomat.de/

Bildunterschrift: 

Personen von links nach rechts: Hans Bommer, Beirat puren, Norbert Lins, Mitglied des Europäischen Parlaments, Gerhard Schneider, Geschäftsführer Bomat Heiztechnik, Dr. Andreas Huther, Geschäftsführer puren

 

 

 

 

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