10 Jahre Leben im Passivhaus - ein Erfahrungsbericht



10 Jahre Leben und Wohnen im Passivhaus

 

Passivhaus Bericht

 

Diskussionsrunde "10 Jahre Passivhaus", von rechts nach links: Hans Bommer, Geschäftsführer puren gmbh, Ulrich Frank und Kirstin Simon-Frank, Bauherren und Bewohner des Passivhauses, Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer KliBA Heidelberg- Nachbargemeinden, Alois Bärtle, Projektmanager Wärmedämmverbund-systeme puren gmbh

10 Jahre Passivhaus erleben - darauf kann Familie Frank aus Viernheim im November 2009 zurückblicken und einiges darüber erzählen. Diese Erfahrungen interessierten Dr. Klaus Keßler, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur Heidelberg - Nachbargemeinden (KliBA), Heidelberg, und Hans Bommer, Geschäftsführer der puren gmbh, Überlingen. Beide sind täglich mit Themen rund um die Energieeinsparung beschäftigt, deshalb ist es auch besonders interessant, die langjährigen Erfahrungen von Passivhaus-Nutzern auszuwerten und daraus zu lernen. Gemeinsam haben daher vor Kurzem Klaus Keßler und Hans Bommer die Eheleute Frank über deren Wohnerfahrung und Sichtweise zu “10 Jahre Wohnen und Leben im Passivhaus” interviewt.

 

 

Rückblende

 

Rückansicht Passivhaus

2 Bilder oben: Vorder- und Rückansicht des Passivhauses nach der Fertigstellung 1999

1999 wurde die Vision der Familie Frank umgesetzt und Stück für Stück fertiggestellt. Ort der Handlung ist Viernheim, die zweitgrößte Stadt im Kreis Bergstraße, mitten im Rhein-Neckar-Dreieck. Viernheim trägt auch die Bezeichnung “Brundtlandstadt” in Anlehnung an den Brundtland-Bericht, dem 1987 veröffentlichten Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung. Dieser Bericht gilt als Startschuss des weltweiten Diskurses über Nachhaltigkeit und nachhaltige Entwicklung. In Viernheim gab es vor 10 Jahren die Zielsetzung, eine Siedlung mit Wohngebäuden zu realisieren, die in ihrer Energieeffizienz 30% günstiger gegenüber dem verbreiteten Niedrigenergiehaus-Standard liegen. Diese 30 % waren den Franks zu wenig. Denn schließlich wurden auch schon Passivhäuser mit wesentlich besseren Werten realisiert. Und dies war die eigentliche Vision: Wenn, dann gleich richtig in die Zukunft geplant. Also suchten sie sich einen Architekten, der ihnen half, ihre Vision umzusetzen. Zudem waren sie selbst bereit, sich durch einen Riesenstapel aus Planungsunterlagen, Detailberechnungen und Produktinformationen zu “wühlen”. Manchmal kamen sich Frau und Herr Frank dabei wie Hürdenläufer vor, die einen harten Wettkampf mit immer noch größeren Hindernissen bestehen mussten.

 

Anfänglich wurden viele Bedenken im Verwandten- und Bekanntenkreis geäußert. Man solle sich doch nicht auf so viel Unbekanntes einlassen, lieber auf Vertrautes und Bewährtes setzen.

 

Tatsächlich gab es für Familie Frank damals viel Neues zu erwägen, bei dem man kaum auf langjährige Erfahrungen setzen konnte. Manche Handwerker zogen ihr Angebot zurück, weil sie noch nie an einem Passivhaus gearbeitet hatten. Die Bauelemente mit Dreifachverglasung galten für den Hersteller zum Beispiel als erste Sonderanfertigung dieses Typs. Auch die Auswahl des Dämmstoffs gestaltete sich schwierig, weil manche Hersteller vor der Forderung einer einlagigen, 300 mm dicken Dämmplatte kapitulierten. Auch die Baugenehmigung ließ auf sich warten, und wurde zunächst nur für das Kellergeschoss erteilt. Die städtischen Behörden äußerten Bedenken, welche Emissionen der Fall eines Wohnhausbrandes mit der stark gedämmten Fassade nach sich ziehen würde. Oft wurde Familie Frank nur mitgeteilt, was eben nicht geht. Es mangelte einfach an Unterstützung und Beispielen. Mit der Zeit sah es Herr Frank dann als persönliche und sportliche Herausforderung, solche Hindernisse zu überwinden.

 

Aber nun zum Interview und Erfahrungsbericht.

 

 

Warum haben Sie sich vor 10 Jahren trotz aller Widerstände für den Bau eines Passivhauses entschieden?

 

Aus eindeutigen ökologischen Grundsätzen, dem Wunsch, mit möglichst wenig Energie, aber mit hohem Komfort leben zu können. “Wir hatten damals schon unsere beiden Kinder und wollten für uns ein warmes Nest als gesunde Lebensgrundlage schaffen.” Besonders Frau Frank hatte es in der alten Wohnung, die auch etwas feuchte Wände hatte, oft gefröstelt und an den Füßen gefroren. Warme Fellhausschuhe und eine kuschelige Heizdecke waren in der alten Wohnung notwendig, um sich auch im Winter wohl zu fühlen. “Deshalb wollten wir ein Haus, bei dem sich vor allem die Temperatur und Luftfeuchtigkeit konstant einstellen und halten lassen. Zudem war uns auch klar, dass sich die Kosten für den Energieverbrauch weiter steigern werden. So war es also die Überlegung, beim Bau des Hauses etwas mehr zu investieren, um hinterher zu sparen.”

 

 

Sind ihre Erwartungen an die Wohnbehaglichkeit erfüllt worden ?

 

Rückansicht Passivhaus

Das können wir im vollen Umfang mit ja beantworten. Wir genießen unsere hellen Räume, besonders den großen Tisch unter der Dachverglasung. Gerade an trüben Tagen ist es wunderbar hell. Für sonnige Tage haben wir eine Verschattungsanlage, die für angenehme Temperaturen nötig ist, aber die Räume immer noch sehr hell und freundlich wirken lässt. Mehrere große Fenster sind auch mit Rolläden ausgestattet. Die Luft ist immer schön frisch, Gerüche ziehen sehr schnell ab. Wir haben zwar eine offene Küche, aber schon etwa eine Stunde nach dem Essen ist nichts mehr davon zu riechen. Wir machen zum Beispiel auch gerne mal Raclette, aber der starke Geruch setzt sich nicht fest. Auch die Temperaturverteilung in den Räumen ist äußerst angenehm und gleichmäßig. Es gibt keine kalten Ecken oder Wände, nirgendwo spürt man kalte Zugluft.

 

 

Haben sie das Bedürfnis, ab und zu über Fensteröffnung zusätzlich zu lüften?

 

Wir haben uns im First der Dachverglasung (siehe Bild unten links) ein kleines Fenster mit elektrischer Bedienung montieren lassen. Ab dem Frühjahr, sobald wieder ausreichend Sonnenschein für die Erwärmung unserer Wohnräume sorgt und die Zusatzheizung abgeschaltet werden kann, lüften wir auch manuell über dieses Fenster. Mittlerweile können wir mit dieser Maßnahme die Temperatur sehr genau steuern. Sehr angenehm und zeitsparend ist es für uns, dass wir durch die Lüftungsanlage wirklich immer frische Luft mit einem ausgewogenen Feuchtegrad haben. Auch das wird genau mit Hilfe eines Hygrometers beobachtet. Eine zeitraubende Stoßlüftung, bei der man mehrmals am Tag durch alle Räume gehen muss, entfällt komplett.

 

 

Hat sich dadurch Ihre Art der Kleidung verändert?

 

Ja, das ist sehr wohl der Fall. Wir tragen das ganze Jahr leichte, luftige Kleidung. Man ist wirklich von der Witterung draußen unabhängig. Es bedeutet auch, dass man sich bewusst auf das Klima draußen einstellen muss und sich bei kalter Witterung rechtzeitig wärmer kleidet, wenn man das Haus verlässt. Sonst endet das zwangsläufig mit Erkältungen. Es gibt kein kühles Schlafzimmer mehr, was aber nach einer kurzen Eingewöhnungsphase von uns durchaus als angenehm empfunden wurde.

 

Wenn wir uns heute über längere Zeit in anderen Gebäuden und Räumen konventioneller Bauart aufhalten, erleben wir den Wechsel von kalten und warmen Temperaturzonen sehr bewusst und müssen uns gerade diesem Wechselspiel bewusst aussetzen, damit sich ein Wohlfühleffekt einstellt. Das ist allerdings schwierig und gelingt nicht immer.

 

 

Wie funktionieren Brauchwasser-Erwärmung und gibt es eine Zusatzheizung?

 

Ulrich Frank erklärt die Lüftungsanlage des Gebäudes; im Hintergrund die Gastherme, die bei Bedarf zugeschaltet wird

Den Hauptteil der Gebäudeerwärmung leistet der solare Eintrag über große Fenster auf der Süd- Westseite und ca. 1/5 der Dachfläche mit Verglasung. Die eigentliche Heizperiode dauert in unserem Haus durchschnittlich von Dezember bis Februar. In dieser Zeit ist oft zu wenig Sonnenschein, hier können wir mit einer Gastherme das Warmwasser erzeugen und zuheizen. Die zusätzliche Erwärmung unserer Wohnräume steuern wir über eine kleine Fläche mit Fußbodenheizung, auf der unser großer Esstisch platziert ist. Als zweites haben wir noch einen Heizkörper im Bad. In der Lüftungsanlage haben wir ebenfalls die Möglichkeit, die Luft über den Wärmetauscher zu erwärmen.

 

Mit der Zeit lernt man die Steuerungsmöglichkeiten und deren Effizienz sehr genau kennen. Der Heizkörper im Bad wird nicht mehr genutzt. Er ist zu träge, dagegen ein kleiner elektrischer Wärmestrahler ist schneller und verbraucht weniger Energie.

 

Wenn Gäste kommen, bringen sie oft eine Jacke mit, weil sie ja bisher nur vom Passivhaus gehört haben. Aber das ist ein Irrtum - tatsächlich bringen sie ihre Energie mit, welche bei mehreren Gästen schon nach kurzer Zeit zu spürbarer Erwärmung in den Räumen führt. Deshalb kann die Lüftungsanlage auch in der „Partystellung“ mit erhöhtem Luftdurchsatz betrieben werden.

 

 

Rückansicht Passivhaus

Nur eine kleine Lüftungsöffnung ist an der Wand über dem Bildschirm erkennbar.

 

Passivhaus Lüftungsrohre

Die Lüftungsrohre wurden bewusst als Gestaltungselement unverkleidet belassen.

 

Rückansicht Passivhaus

Blick in den Eingangsbereich - den Windfang - der mit einer dem Mauerwerk vorgesetzten Holzkonstruktion realisiert wurde und gleichzeitig auch in die Kellerräume und die Garage des Passivhauses führt. Der vom Bauherr gewünschte Keller führte übrigens dazu, dass das Gebäude kein Passivhauszertifikat erhielt, da zum damaligen Zeitpunkt Passivhäuser generell ohne Keller geplant wurden.

 

Jugendzimmer im Passivhaus

Blick in eines der beiden Jugendzimmer.

Wie erfolgt die Wartung und Steuerung der Lüftungsanlage?

 

Die Wartung wird selbst erledigt, teilweise sogar von unserem 17-jährigen Sohn. Der Wärmetauscher kann einfach geöffnet und mit einem Staubsauger gereinigt werden. Die Filter werden im empfohlenen Rhythmus ausgetauscht. Der Ventilator des Wärmetauschers läuft im Dauerbetrieb. Das Betriebsgeräusch ist über die Lüftungskanäle wahrnehmbar, im Laufe der Zeit gewöhnt man sich daran. Deshalb steuern wir das Gerät tagsüber mit Stufe 2 und mehr Luftdurchsatz, Nachts gehen wir in die reduzierte Stufe 1, dabei ist nur noch ein sehr leises Geräusch wahrnehmbar.

 

 

Waren innerhalb der ersten 10 Jahre große Reparaturen oder Instandhaltungsmaßnahmen notwendig?

 

Nein, es gab keine großen Reparaturen. Die Befestigung des Vordaches hat versagt und dabei etwas Dämmung zerstört. Es konnte allerdings kostengünstig repariert und ausgebessert werden. Die geschosshohen Fensterflügel haben sich einige Male gesenkt und mussten neu eingestellt werden. Der Hauptfilter unserer Lüftungsanlage war vom Hersteller des Wärmetauschers mittlerweile schon nicht mehr zu erhalten, er mußte von einer anderen Firma als teure Sonderanfertigung bezogen werden. Das hat beim Ersatz hohe Kosten verursacht. Die Fassade ist etwas abgewittert, hat sich aber bestens bewährt. Nur selten sind kleine Risse an den Fensterecken zu erkennen, die sich aber auch an “konventionell gebauten” Massivhäusern bilden. Der Aufwand für diese Instandhaltung war bisher nicht besonders hoch.

 

Etwas teurer wurde es für uns bei einigen nachträglichen Änderungen, die wir im Vorfeld leider nicht einplanen konnten oder noch nicht wussten. Für die Reinigung der Dachverglasung mussten wir aus Sicherheitsgründen mehrere Stufentritte auf unserem Ziegeldach montieren lassen. An einem Fenster zur Terrasse benötigten wir eine weitere Beschattung, diese konnte nicht an der Hauswand installiert werden, sondern mußte mit einem eigenen Fundament und eigens erstellten Trägern installiert werden.

 

 

Welche Besonderheiten bringt die Lebensweise im Passivhaus mit sich?

 

Man kann sich sehr schnell an die gleichbleibenden Bedingungen im Passivhaus gewöhnen. Der Betrieb der installierten Technik ist zuverlässig und funktioniert ohne große manuelle Eingriffe. Zu Beginn hatten wir einmal versucht, während des Urlaubs Strom zu sparen und haben die Haustechnik abgeschaltet. Im Sommer staut sich dann die Wärme aber zu sehr, während im Winter die Temperatur wirklich nur sehr langsam sinkt. Kehrt man hinterher zurück, dauert es allerdings einige Zeit, bis sich wieder die gewohnten Verhältnisse eingestellt haben. Deshalb lassen wir heute die Haustechnik auch während des Urlaubs voll in Betrieb.

 

 

Wie kam es zum Einsatz des purenotherm Hochleistungsdämmstoffs für die Fassade?

 

Die Auswahl des Dämmstoffes war ein Kapitel, das uns lange beschäftigte. Gesucht war ein hocheffizient dämmendes Material, das einlagig und ohne Dübelung in einer Stärke von 300 mm auf die Wand aufgebracht werden konnte. Schließlich stießen wir bei der Recherche auf purenotherm, den speziellen Hochleistungs- Polyurethan-Hartschaum für die Fassade, den die Firma puren in Überlingen produziert. Wir fanden den Kontakt zum Chef, Hans Bommer, und informierten uns über die Qualität und Eigenschaften dieses Dämmstoffs. Schließlich hat uns die Summe der technischen Eigenschaften und die langjährige Erfahrung überzeugt. Rundum an Boden, Wand und Decke sollte das Haus mit 300 mm dickem Material eingepackt und geschützt werden. Um die Baugenehmigung zu erhalten war es notwendig, verschiedene Einzelprüfungen bzgl. der Statik, dem Verkleben der Dämmplatten und des Brandschutzes vorzunehmen und damit die Tauglichkeit bei 300 mm Dämmstoffdicke zu belegen. Puren hat die entsprechenden Versuche gemacht, dokumentiert und Prüfzeugnisse vorgelegt. Schlussendlich wurde uns die Baugenehmigung erteilt.

 

 

Würden sie heute noch einmal ein Passivhaus bauen?

 

Ja. Wir sind von dem, was wir in 10 Jahren hier erlebt haben, absolut überzeugt. Die schlimmen Befürchtungen mancher Ratgeber sind nicht eingetroffen, viele Skeptiker konnten wir mittlerweile von den Qualitäten unseres Passivhauses überzeugen. Wir raten Bauwilligen absolut dazu, dieses Konzept umzusetzen. Im Vergleich zu vor 10 Jahren gibt es heute noch bessere Technik und viele Detaillösungen, die den Energieverbrauch im Passivhaus noch weiter senken können. Dennoch liegt unser Energieverbrauch zum Beispiel beim Erdgas um das Vierfache niedriger als bei unseren Nachbarn, die damals 30 Prozent effizienter als die sogenannte Niedrigenergiebauweise gebaut hatten.

 

Es ist sehr wichtig, bei der Planung auch alle praktischen Tätigkeiten im und um das Haus durchzuspielen. Dadurch werden die erwähnten Folgekosten minimiert. Dazu sind heutzutage viel bessere Informationen zu finden, als wir sie vor 10 Jahren bekommen konnten. Nicht zuletzt auch vor dem Hintergrund laufend steigender Energiepreise ist es aus unserer Sicht unabdingbar, sein Haus in Passivhausbauweise zu bauen.

 

Wir bedanken uns herzlich für das interessante Gespräch!

 

 

Kompetenz in Sachen Energieberatung: Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur (KliBA)

 

Die unabhängige Klimaschutz- und Energie- Beratungsagentur Heidelberg-Nachbargemeinden gGmbH, kurz KliBA, berät seit dem 17. März 1997 Bürger, Unternehmer und Kommunen des Rhein-Neckar-Raums. Vorausgegangen war der Heidelberger Energie-Tisch - ein Forum, bei dem Industrie- und Handelskammer, Handwerker, Architekten, Wirtschaftsjunioren, Hauseigentümer- und Mieterverbände, Wohnungsunternehmen sowie Vertreter von Umweltschutzorganisationen, Bürgerinitiativen und Stadtwerken das Konzept einer neutralen und unabhängigen Energieberatungsagentur für die Rhein-Neckar- Region erarbeitet hatten. Gesellschafter der Agentur sind die Städte Heidelberg, Hemsbach, Ladenburg, Neckargemünd, Schriesheim, Sinsheim, Walldorf, Weinheim und die Gemeinden Dossenheim, Edingen-Neckarhausen, Heddesheim, Hirschberg, Ilvesheim, Plankstadt, Sandhausen, der Gemeindeverwaltungsverband Rauenberg sowie die Sparkasse Heidelberg.

 

Die Kernaufgaben der KliBA sind:

 

Information und Beratung
Organisation von Informations- und Bildungsangeboten
Kooperationsprojekte Unterstützung der beteiligten Kommunen

Die KliBA unterstützt die beteiligten Kommunen im Bereich des kommunalen Energiemanagements, z. B. beim Aufbau eines Energieberichtswesens. Bei allen energierelevanten Vorhaben, vom Contracting bis zum Controlling, berät sie neutral und unabhängig. Auf diese Weise werden Hemmnisse abgebaut, die einer rationalen und sparsamen Energienutzung der Kommunen im Wege stehen.

 

Kleinere und mittlere Unternehmen können mit Energieeinsparmaßnahmen laufende Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen. Hierfür legt die KliBA mit einer Initialberatung den Grundstein. Während der Vor-Ort-Termine prüfen die Energieberater den Energieverbrauch vorhandener Verbraucher wie Pump- und Heizsysteme. Mit Hilfe dieser Bestandsaufnahme zeigt die KliBA den Unternehmern, wo diese bereits die Energie optimal nutzen und wo sie zu viel verbrauchen.

 

Kostenlose Bürgerberatung

 

Während der kostenlosen Bürgerberatung informiert die KliBA über regenerative Energien, Heizungsanlagen Warmwasserbereitung, zeitgemäße Wärmedämmung und jede Art von Energieträgern. Die KliBA gibt Auskunft über den neusten Stand diverser Förderprogrammen und liefert Anregungen für Energiesparmaßnahmen im Alltag. Mit einem kostenfreien Wärmepass der KliBA erhalten Hauseigentümer Gewissheit über den Energieverbrauch ihres Eigenheims.

 

Die KliBA gehört einem Netzwerk von über 200 europäischen Energieagenturen an, die im Rahmen des SAVE-II-Programms gefördert wurden ("SAVE-Agenturen"). Auf nationaler Ebene sind die Heidelberger Energieberater über den Bundesverband der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD) mit vergleichbaren Einrichtungen in anderen Regionen vernetzt. Weitere Informationen findet man unter: www.kliba-heidelberg.de.

 

 

puren gmbh: Das System zum Energiesparen - vom Keller bis zum Dach.

 

 



Wärmedämmstoffe und -Systeme von puren bieten seit über 40 Jahren europaweit optimalen Wärmeschutz und tragen bedeutend zur Energieeinsparung und damit zur Schadstoffreduzierung durch weniger Emissionen durch Heizungsabgase bei. Im Bausektor gehört die puren gmbh zu den renommiertesten Unternehmen für nahezu jede Art der Dämmung aus dem Hochleistungsdämmstoff Polyurethan-PUR/PIR-Hartschaum. Das Lieferprogramm umfasst Steildach-, Flach- und Gefälledachprodukte, Fassadendämmsysteme sowie Dämmelemente für Boden-, Decken- und Hallendämmung. puren-Produkte sind aus der Welt des Bauens nicht mehr wegzudenken. Ob bei Neubau oder Sanierung, Niedrigenergie- oder Passivhausbau, bei privatem Wohnbau, Industrie- und Gewerbebau oder kommunalen Bauten, überall heißt es: puren - besser gedämmt!

 

Neu bei puren: Brandschutzriegel für Wärmedämm-Verbundsysteme (WDVS)

 

Das Deutsche Institut für Bautechnik und die Landesbauordnungen fordern bei wärmegedämmten Fassadensystemen (WDVS) eine wirksame Verhinderung der geschossübergreifenden Brandausbreitung. Bei WDVS mit EPS/XPS- Dämmschichten > 100 mm ist ein sog. Brandschutzriegel vorgeschrieben. puren hat mit dem neuen purenotherm Brandschutzriegel BSR nun die ideale systemkonforme Lösung entwickelt, die handwerksgerecht ist und zu Vollwärmeschutzsystemen aus EPS/XPS in jeder Beziehung passt: Einsetzbar bis zur Hochhausgrenze (22 m), kein thermoplastisches Verhalten, glimmt nicht, schmilzt nicht und tropft nicht brennend ab; kann mit dem Kleber / Mörtel des WDVS verarbeitet werden, erfordert keinen anderen Systembaufbau und überzeugt mit zuverlässiger Haftstruktur.

 

Der purenotherm Brandschutzriegel gehört je nach Dämmstoffstärke in die Wärmeleitfähigkeitsstufen 026, 027 und 028 und bietet damit auch Passivhausfassaden idealen Wärmeschutz.

 

 

Energie sinnvoll und mit größter Effizienz nutzen.

 

Der bewusste und verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist von lebenswichtiger Bedeutung für uns alle und zudem der erste Schritt für wirkungsvollen und nachhaltigen Klimaschutz. Wo Energie sparsam zum Einsatz kommt, minimiert sich auch der Ausstoß klimaschädlicher Stoffe. Wir von puren setzen all unser Wissen dafür ein, Ökologie und Ökonomie in Einklang zu bringen. Es geht nicht darum, das Rad der Zeit zurückzudrehen, sondern vorhandenes Wissen als Basis für Fortschritt und neue Technologien zu nutzen, um die Aufgabenstellungen der Zukunft zu lösen. Deshalb ist uns auch die Zusammenarbeit und der Dialog mit Unternehmen wie der Klimaschutzund Energie-Beratungsagentur (KliBA) Heidelberg besonders wichtig. Bei puren wird seit über 40 Jahren das Denken und Handeln vom Prinzip der Nachhaltigkeit geprägt. Wir entwickeln und produzieren hochleistungsfähige Konstruktionswerkstoffe, die sich durch geringen Rohstoffeinsatz, Ressourcenschonung, Mehrfachnutzung und Recyclingtechnologie auszeichnen.

 

 

Weitere Informationen zum energiesparenden Bauen sind erhältlich bei:

 

KliBA
Klimaschutz- und Energie-Beratungsagentur
Heidelberg-Nachbargemeinden

Dr. Klaus Keßler
Wieblinger Weg 21
69123 Heidelberg
Telefon: 06221-603808
E-Mail: info@kliba-heidelberg.de
Internet: www.kliba-heidelberg.de

puren gmbh
Hans Bommer, Alois Bärtle
Rengoldshauser Straße 4
88662 Überlingen
Telefon: 07551-80990
E-Mail: info@puren.com
Internet: www.puren.com